Historie

Der Firmenname „DRONANIA“ ist jetzt über 90 Jahre alt!

1891 kam der Sanitätsrat Dr. med. Kleinschrod in das Kleinstädtchen Wörishofen im Allgäu, in dem damals der Arzt und katholische Priester Sebastian Kneipp mit Kräuter- und Wassertherapien Aufsehen auslöste. Kleinschrod gab der Therapiepraxis von Kneipp die wissenschaftliche Grundlage und entwickelte gemeinsam mit Kneipp diverse Kräuterrezepturen.

Pfr. Kneipp mit Ärzten, 1891
(rechts am Tisch
Dr. Kleinschrod)

 

Dr. Kleinschrod

 

1919 verlizenzierte Kleinschrod diese Rezeptursammlung an Theodor Droste. Dieser gründete damit im April 1920 in Bad Godesberg/Rhein die Fa. DRONANIA.

DRONANIA Firmengebäude, 1920

Der DRONANIA-Komplex, heute  

1978 übernahm Dr. jur. Klaus Hancken die Firma. Zusammen mit seiner Frau Apothekerin Hancken übersiedelte er 1979 den Betrieb nach Bad Wörishofen, in die Heimat der Kleinschrod`schen Kräuter Heilmittel. DRONANIA hatte damals den Zusatz „Heilmittel GmbH“.

Mit der Novelle des deutschen Arzneimittelgesetzes (AMG) im  Jahre 1978 begann für DRONANIA die Zeit der „Nachzulassung“ aller ihrer in Deutschland registrierten Arzneimittel. Unter Nachzulassung verstand man die wissenschaftliche und pharmazeutische Überprüfung von Unbedenklichkeit, Wirksamkeit und Qualität der damals registrierten Arzneimittel. Mehr als 2 Jahrzehnte kämpfte Dr. Hancken gegen den Verlust seiner Arzneimittel, weil deren Wirksamkeit nur auf jahrzehntelanger Überlieferung, nicht aber auf modernen klinischen Studien beruhte.

Am Ende der langjährigen wissenschaftlichen und juristischen Diskussionen hatte das damalige Bundesgesundheitsamt allen traditionellen Kräutertabletten und den Kräutertonika die Nachzulassung verwehrt, weil der teure wissenschaftliche Wirksamkeitsnachweis für die Kräuterkombinationen wirtschaftlich nicht erbracht werden konnte. Damit verlor der Betrieb wesentliche Umsätze und büßte seine Geschäftsgrundlage ein.

2004 kaufte die Münchner Ärzte und Apothekerfamilie Dr. Tittel (Dres. Tittel GbR) den Grundbesitz und die Gebäude in Bad Wörishofen. Die "DRONANIA Traditionelle Arzneimittel aus Bad Wörishofen GmbH“ wurde neu gegründet (HRB 12179). Dres. Tittel nahmen auch das damals 16 köpfige Mitarbeiterteam mit auf den neuen Weg.

Am 15.7.2004 startete der Betrieb mit neuem Management in ein neues Geschäftsmodell.

Die Betriebsgebäude aus den 70iger und 90iger Jahren wurden ab 2004 von Grund auf renoviert und nach den Anforderungen von GMP modernisiert und umgebaut. Zwei Technikzentren für Drucklufterzeugung, Klimatechnik, Lüftungstechnik und Entstaubung und Schleusensysteme wurden neu gebaut. Die veralteten Lüftungsanlagen wurden 2009 durch eine moderne Anlage mit Wärmerückgewinnung ersetzt.

Der Pharma-Maschinenpark wurde in den Jahren von 2004 bis dato nahezu vollständig ausgetauscht. Heute verfügt DRONANIA über drei getrennte Produktionszellen zur Hart-Kapselherstellung, zwei Produktionszellen zur Tablettierung, einen Reinraum Klasse 3 zur Liquidaherstellung mit Abfüllung und eine 6t Mischeinheit für Flüssigkeiten. Die Pulver- und Feststofftechnologie wurde durch einen Kompaktor (2008) und einen 3D-Mischer (2009) erweitert. Zur Konfektionierung von Kapseln und Tabletten wurde 2007 eine Blisterlinie mit anschließender Konfektionierungslinie installiert. Die Konfektionierung fester Formen in Dosen ergänzen den Maschinenpark, ebenso wie eine zweite Flüssig Abfülllinie. 2012 geht die zweite Blisterlinie in Betrieb.

Der Zusatz „Traditionelle Arzneimittel aus Bad Wörishofen“ schlägt den Bogen zurück zur bedeutenden Tradition der deutschen Kräuter Heilkunde, wie sie im 19. und 20. Jhh. von Kneipp und Kleinschrod verkörpert wurde. Deren Rezepturen haben den hohen Anforderungen der Arzneimittelzulassung im 21. Jhh. in der EU nicht mehr Stand gehalten. Was aber bleibt ist die Tatsache, dass die Kräuterezepturen von Kleinschrod Wegbereiter für die moderne, effizienz- und sicherheitsorientierte Phytotherapie und Phytopharmazie waren. Seit 2004 wurden bei DRONANIA konsequent neue Präparate mit dem Wissen um die Tradition und auf Basis neuester wissenschaftlicher Ergebnisse entwickelt. Hierzu zählen LINELLA, ein Drageepräparat gegen Verstopfung (am 1.9.2009 in Schweden neu zugelassen) und der rein pflanzliche Hustensaft IVYPAN PLUS mit Zulassungen für Österreich und Ungarn (derzeit im Zulassungsverfahren in verschiedenen weiteren Ländern).

DRONANIA 2012 ist Export-orientiert; Zielmärkte: Nahost, EU und Asien.

 

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